Vanessa ist Director Sustainability Management bei 4flow. Im Interview spricht sie über ihre Leidenschaft für Nachhaltigkeit, ihre prägenden Erfahrungen in Indien und die größten Nachhaltigkeitspotenziale in der Supply Chain.
Kannst du uns ein wenig über deinen Weg zu 4flow erzählen?
Ich wuchs an der dänischen Grenze auf und studierte Nachhaltigkeit für globale Wertschöpfungsketten in Dänemark, Flensburg und Mexiko. Nach dem Studium arbeitete ich fünf Jahre lang in einem dänischen Unternehmen als Sustainability Manager und anschließend in einem kleinen deutschen Unternehmen in einer Stabsfunktion für Nachhaltigkeit. Danach suchte ich nach mehr Dynamik und einem stärkeren Fokus auf Supply Chains. Deshalb habe ich mich für 4flow entschieden.
Was hat dein Interesse für das Thema Nachhaltigkeit ursprünglich geweckt?
Nach dem Abitur reiste ich 2011 sieben Monate durch Indien.. Dort bekam ich einen anderen Blick dafür, wie Supply Chains und Konsum weltweit zusammenhängen und welche Auswirkungen sie haben können. Ich konnte Einblicke in Produktionsstätten für Kleidung bekommen und erlebte erschreckende Bedingungen. Das motivierte mich dazu, Nachhaltigkeit zu studieren. In meiner Masterarbeit analysierte ich dann die Wertschöpfungsketten von Textilien. Heute bei 4flow kann ich mein Wissen in der Praxis anwenden und einen echten Beitrag zu nachhaltigen Supply Chains leisten.
Wie sieht dein Arbeitsalltag als Director Sustainability Management aus?
Ich orchestriere alle Themen rund um die Nachhaltigkeit. Ich berechne CO2-Fußabdrücke, erstelle Nachhaltigkeitsberichte, verbessere unsere Nachhaltigkeitsratings, wie zum Beispiel EcoVadis, und unterstütze soziale Initiativen. Besonders spannend finde ich die ganzheitliche Betrachtung. Ich analysiere, wie viel CO2 wir selbst emittieren und wie viel wir durch Optimierungen bei unseren Kunden einsparen. Mit Supply-Chain-Optimierung können wir sehr viel CO2 einsparen.
Welche Potenziale siehst du für die Nachhaltigkeit in der Supply-Chain-Branche?
Die Logistik bietet einen entscheidenden Hebel für Umweltziele. Wenn wir Prozesse optimieren, sparen wir für unsere Kunden nicht nur Kosten ein, sondern reduzieren gleichzeitig CO2-Emissionen. Dieser doppelte Nutzen fasziniert mich. Bei gut vernetzten Supply Chains ist auch das Potenzial sehr hoch andere Nachhaltigkeitsziele, wie zum Beispiel erneuerbare Energien oder die Einhaltung von Menschenrechten, positiv zu beeinflussen. Das macht die Möglichkeiten sehr vielfältig.
Was begeistert dich an deiner Arbeit besonders?
Ich mag die Vielfalt meiner Aufgaben und die Dynamik in unserer Zusammenarbeit bei 4flow. Wir schrecken nicht vor neuen Themen zurück. Gerade im Nachhaltigkeitsbereich kann man dadurch Vieles vorantreiben. Meine Kolleginnen und Kollegen bringen außerdem herausragende Fähigkeiten mit und unterstützen sich gegenseitig. Diese Hilfsbereitschaft macht unsere Arbeit effizient und sorgt für ein gutes Miteinander. Auch die internationale Zusammenarbeit schätze ich sehr. Auf verschiedene Kulturen und Arbeitsweisen einzugehen ist etwas, das ich durch meine Auslandserfahrungen gelernt habe.
Du hast in verschiedenen Ländern gelebt. Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Ich habe mein Herz ein wenig an Skandinavien und Mexiko verloren. Beide Orte vereint für mich die Nähe zum Meer. Ich halte mich besonders gerne dort auf, weil mich das Wasser beruhigt und den Kopf frei macht. Da ich heute nur 45 Minuten von der Nordsee entfernt wohne, verbringe ich auch meine Wochenenden am liebsten am Strand.