Blog | 25. Januar 2024

Den technologischen Wandel mit praktischen Perspektiven gestalten

4flow veranstaltete sein erstes Netzwerkevent für Supply-Chain-Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis

„Wir sollten uns überlegen, wie wir mithilfe technologischer Innovationen das Leben von Menschen erleichtern.“


Charlotte Haid, Doktorandin an der Technischen Universität München, brachte damit die Stimmung des ersten 4flow-Netzwerkevents für Supply-Chain-Expertinnen auf den Punkt. Die Veranstaltung im Boutique-Hotel „SO/ Berlin Das Stue“ lud ein, gemeinsam über die aktuellen Trends rund um das Thema Supply Chain zu diskutieren. Dabei kamen Teilnehmerinnen mit vielfältigen Hintergründen zusammen – Doktorandinnen und Gründerinnen, Expertinnen aus Handel sowie der Industrie.

Die Teilnehmerinnen trafen sich zum Austausch; als besonderes Highlight präsentierten an dem Abend drei Expertinnen ihre Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis. Zentrales Thema der Diskussion: Die Frage nach dem „Warum“ zu stellen ist essenziell, wenn es um die Entwicklung und Implementierung einer Lösung geht. Warum wird sie benötigt, welche Herausforderung soll damit gelöst werden?

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Charlotte Haid gab Einblicke in ihr Promotionsprojekt zu Nutzungsmöglichkeiten künstlicher Intelligenz (KI) in der Planung von Schichten und Arbeitseinsätzen. Charlotte zeigte in ihrer Präsentation, wie mit einem fächerübergreifenden Ansatz menschzentrierte Lösungen gefunden werden können: „Gerade beim Einsatz von KI spielen auch ethische Komponenten wie Autonomie, Fairness und Wohlergehen eine Rolle.“

Marie-Christine Modler von Dematic bildete in ihrem Vortrag die Brücke von der Wissenschaft zur Praxis und erklärte, wie digitale Lösungen in teilweise 30 Jahre alten Anlagen eingesetzt werden können. So konnte getestet werden, wie die Umsetzung theoretischer Erfindungen in der Praxis erfolgreich sein kann. Der Mut zum Scheitern sei dabei eine wichtige Voraussetzung: „Trial and Error gehört zum Pilotieren neuer Lösungen dazu“, betonte Marie-Christine und zeigte anhand von Videos zur Anwendung von Augmented Reality und Drohnen bei Dematic, wie Innovationen in der Praxis funktionieren können.

Charlotte Spang von 4flow stellte schließlich die Frage: „Was ist der Unterschied zwischen einer Erfindung und einer Innovation?“ und erläuterte anhand praktischer Beispiele, wann diese in der Praxis erfolgreich sind – und wann nicht. Denn um die optimale Lösung zu finden, sei die Frage nach dem „Warum“ entscheidend. In einer kurzen Publikumsumfrage per Handzeichen zeigte sich schnell, dass die meisten der Teilnehmerinnen schon häufig Forderungen nach KI-getriebenen Systemen oder Apps als Lösungsvorschläge für Herausforderungen begegnet sind. „Dabei geht es doch vielmehr darum, das Bedürfnis hinter dem Problem zu erkennen und zu bedienen. Die Antwort auf dieses Bedürfnis liegt häufig überhaupt nicht in einer neuen Technologie“, so Charlotte Spang. „Genau das ist der Unterschied zwischen einer Erfindung, die schlichtweg etwas Neues ist, und einer Innovation, die nicht nur neu ist, sondern auch ein Problem löst.“

Auf die spannenden Impulse folgten ein kurzes Speed-Dating und ein offener Austausch, sodass die Teilnehmerinnen sich untereinander kennenlernen und vernetzen konnten. Bei Fingerfood und Drinks wurde an Stehtischen und auf gemütlichen Sitzgelegenheiten einander kennengelernt, gelacht und Kontaktdaten ausgetauscht. 4flow bot mit der Veranstaltung eine Plattform für inspirierende Gespräche, Austausch und Netzwerken. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und darauf, viele alte und neue Gesichter wiederzusehen.


Autorinnen

Katharina von Helldorff-Mager

Partnerin
4flow consulting

 

Hanka Smiejczak

Vice President
4flow consulting

 

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